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Schlüsseltechnologie (KETs) im Rahmen der Einzelbetrieblichen Investitionsförderung (GRW)

Organische Solarfolien für den Weltmarkt

Es handelt sich um extrem leichte Folien“, erklärt Dr. Martin Pfeiffer, Mitgründer und technischer Geschäftsführer der Heliatek GmbH. »Bei vielen Leichtbaugebäuden ist die Statik nicht geeignet, herkömmliche Photovoltaik-Anlagen beispielsweise auf Siliziumbasis zu tragen. An Fassaden ist die Installation der leichten Folien zudem kostengünstiger und durch die neuartige Produktion lässt sich die Rollenware individuell zuschneiden.« Heliatek, eine Ausgründung der Technischen Universität Dresden aus dem Jahr 2006, möchte der organischen Photovoltaik zum weltweiten Durchbruch verhelfen und deren Anwendungsgebiete erheblich erweitern. Insgesamt 32,9 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Aufbau einer Pilotlinie für die Rolle-zu-Rolle-Fertigung. Der Freistaat Sachsen hat dafür einen Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) von 19,7 Millionen Euro bewilligt.

Der Technologieführer in der organischen Photovoltaik bietet mit seinen ultra-leichten, dünnen und effizienten Solarfolien eine einzigartige Technologie, die sich zum Motor für weitere zukunftsfähige Innovationen in Sachsen entwickeln kann. Gemeinsam mit Partnern, die sich auf Baumaterialien für Gebäudehüllen spezialisiert haben, kann Heliatek die Solarfolien in verschiedenste Anwendungsbereiche wie beispielsweise Fenster und großflächige Fassaden integrieren. »Unsere Kunden erhoffen sich von unserem Produkt vor allem eine bessere Position auf dem Energiemarkt der Zukunft«, so Pfeiffer. Die verwendeten organischen Materialien können mit Niedertemperaturprozessen hergestellt werden, was den Energiebedarf bei der Herstellung erheblich senkt. Mit der Pilotlinie wird eine Produktionskapazität von einer Million Quadratmetern im Jahr aufgebaut. Damit sollen die letzten Zweifel an der großindustriellen Umsetzbarkeit ausgeräumt werden.

Herzstück ist und bleibt Sachsen

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützt Unternehmen wie Heliatek durch das deutschlandweit einzigartige Landesprogramm für die Pilotlinienförderung von Schlüsseltechnologien. Es dient dazu, technologische Innovationen aus der Forschung in eine wirtschaftliche Verwertung zu überführen und eine Brücke zwischen der experimentellen Entwicklung und der erfolgreichen industriellen Produktion zu schlagen. Pfeiffer ist davon überzeugt, in Dresden bald neue Arbeitsplätze für fachlich qualifiziertes Personal schaffen zu können: »Heliatek hat derzeit etwa 90 Mitarbeiter. Wir werden im Zuge der neuen Produktionsanlage diese Arbeitsplätze nicht nur sichern, sondern auch unmittelbar 40 neue schaffen.« Die Solarbranche ist weltweit ein boomender Markt unter den erneuerbaren Energien, den Heliatek künftig erschließen möchte. Dennoch will das Unternehmen vor allem in Sachsen produzieren: »Die hochgradig automatisierte Produktion, für die fachlich geschultes Personal gebraucht wird und die europäische Umweltstandards mühelos einhält, macht eine Produktion in Niedriglohnländern unattraktiv. Deshalb wird das Herzstück der Produktion in Dresden bleiben.«

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