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Integration

Die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit, Armutsbekämpfung, soziale Inklusion und die Gleichstellung der Geschlechter sowie Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung – einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen will der Freistaat Sachsen mit den Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) leisten.

Daher unterstützt der ESF Projekte, die:

  • die Arbeitsmarktchancen von Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen durch Qualifizierung und Förderung der Beschäftigungsfähigkeit verbessern,
  • chancengerechte Zugänge zu Beschäftigung schaffen und soziale Integration fördern,
  • soziale Eingliederung und Integration in Beschäftigung von Menschen in sozial benachteiligten Stadtgebieten fördern,
  • funktionale Analphabeten unterstützen,
  • im Justizvollzug untergebrachte Personen bei der Integration in den Arbeitsmarkt und bei sozialer Integration unterstützen.

ESF-Förderprogramme

JobPerspektive Sachsen

Mit der JobPerspektive Sachsen bieten Europäischer Sozialfonds und Freistaat Sachsen Chancen für Arbeitslose und Langzeitarbeitslose. Diese können durch Qualifizierung und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit ihre Arbeitsmarktchancen erhöhen.

Förderinformationen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Produktionsschule

In den Vorhaben mit produktionsschulorientierten Handlungsansätzen geht der Freistaat Sachsen neue Wege. So wird jungen Menschen ein alternativer Zugang zum Lernen und zur Beschäftigung eröffnet, um sie fit für eine Berufsausbildung oder weiterführende Fördermaßnahme zu machen. Das besondere in den Produktionsschulen ist, dass in den Qualifizierungssequenzen die Vermittlung theoretischer Kenntnisse mit praktischer Lernerfahrung an realen Produkten und Dienstleistungen an einem Lern- und Arbeitsort miteinander verbunden werden. Zielgruppe dieser Förderung sind sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen bis zum 27. Lebensjahr. Antragsberechtigt sind anerkannte Träger der freien Jugendhilfe.

Die Beratung und Antragstellung erfolgt bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Jugendberufshilfe

Die Jugendberufshilfe ist ein sozialpädagogisch begleitetes Qualifizierungs- und Beschäftigungsvorhaben und fördert umfassend die berufliche und soziale Integration benachteiligter junger Menschen bis zum Alter von 27 Jahren, welche durch dieses Programm Zukunfts- und Lebensperspektive erlangen. Diese sozial benachteiligten oder individuell beeinträchtigten jungen Menschen haben Schwierigkeiten, einen Schulabschluss zu erlangen bzw. sich in Ausbildung oder Beruf zu integrieren. Die am individuellen Bedarf orientierte Unterstützung trägt dazu bei, Benachteiligungen und Defizite abzubauen und eigene Ressourcen zu aktivieren. Durch passgenaue und individuelle Hilfen werden die jungen Menschen hinsichtlich ihrer beruflichen Orientierung und Ausbildungsvorbereitung begleitet und unterstützt. Die Regelverbleibdauer eines Teilnehmers beträgt 12 Monate. Antragsberechtigt sind anerkannte Träger der freien Jugendhilfe.

Die Beratung und Antragstellung erfolgt bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Alphabetisierung

Damit funktionale Analphabeten in Sachsen bessere Chancen im beruflichen Umfeld haben, werden Projekte zur Alphabetisierung finanziell durch den Europäischen Sozialfonds und den Freistaat Sachsen unterstützt. Auch Projekte, die der Koordinierung von Kursen für Analphabeten und der Information von Betroffenen dienen, können gefördert werden.

Beratung und Antragstellung bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Berufliche Qualifizierung und sozialpädagogische Vorhaben für Strafgefangene

Ehemalige Strafgefangene sollen eine Chance auf ein Leben nach der Haft haben. Deshalb unterstützen der Europäische Sozialfonds und der Freistaat Sachsen Strafgefangene durch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen und sozialpädagogische Vorhaben, die ihnen bei der Integration in den Arbeitsmarkt oder in eine berufliche Bildungsmaßnahme helfen. Damit soll ihnen der Weg zurück in ein „normales“ Leben erleichtert werden.

Förderinformationen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung

Sport, offene Jugendarbeit und Nachbarschaftshilfen: Die soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien, mit von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Erwachsenen oder mit Flüchtlingen konzentriert sich in bestimmten Stadtgebieten. Nachhaltige Stadtentwicklung für benachteiligte Quartiere braucht deshalb neben baulichen Maßnahmen auch Projekte für mehr qualifizierte Freizeitgestaltung, Bildung und Integration in Beschäftigung. Deshalb fördern der Europäische Sozialfonds und der Freistaat Sachsen in sozial benachteiligten Stadtgebieten niedrigschwellige, informelle Vorhaben zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit und sozialen Eingliederung sowie die Erstellung gebietsbezogener integrierter Handlungskonzepte.
 
Förderinformationen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Innovative, Modell- / Transfervorhaben, Studien

Um Innovationen im Bereich der Beschäftigungsförderung anzuregen, neue Ansätze modellhaft zu erproben und den Transfer von erfolgreichen Vorhaben nach Sachsen zu unterstützen, fördern der Europäische Sozialfonds und der Freistaat Sachsen innovative Vorhaben sowie Modell- und Transfervorhaben zur Wiedereingliederung und Qualifizierung von Arbeitslosen.

Anträge können nur auf Grundlage themenbezogener Aufrufe erfolgen. Ein Hinweis auf die Förderinformationen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) wird ergänzt, sobald die Antragstellung möglich ist.

Programmlinie Schritt für Schritt: Aktivierung und Motivation

Der Anteil an sehr arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen mit komplexen Vermittlungshemmnissen ist im Freistaat Sachsen trotz generellem Rückgang der Arbeitslosenzahl sehr hoch. Langzeitarbeitslose Menschen, die trotz wiederholter Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wegen schwerwiegenden oder komplexen Einschränkungen nur wenige Chancen auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt haben, benötigen besondere Unterstützung. Ihnen muss das Erfahren und Erlebender eigenen Leistungsfähigkeit wieder ermöglicht werden.

Mit dem ESF-Programm „Schritt für Schritt“ werden daher Vorhaben zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von sehr arbeitsmarktfernen Männern und Frauen gefördert. Im Fokus der Förderung stehen Projekte, welche eine soziale Stabilisierung und Stärkung der Persönlichkeit der Teilnehmer, die Wiedererlangung einer Tagesstrukturierung, einen Abbau arbeitsbezogener Demotivation und Schaffung der Voraussetzungen für weiterführende Maßnahmen der beruflichen Integration beinhalten.

Die Beratung und Antragstellung erfolgt bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Mikroprojekte – Lokales Kapital für soziale Zwecke

Ziel der Förderung ist der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit am Arbeitsmarkt benachteiligter Personen. Lokale Initiativen bekommen die Möglichkeit, ihre eignen Ansätze zur Problemlösung auf regionaler Ebene umzusetzen. Am Arbeitsmarkt Benachteiligte sowie am Rande der Gesellschaft Stehende werden über das Angebot einer sinnvollen Tätigkeit in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld motiviert, aktiviert und erfahren soziale Anerkennung. Neben den konventionellen Angeboten zur Beschäftigungsförderung erhalten die Betroffenen die Möglichkeit, ihre Selbsthilfepotenziale zu entwickeln. Dadurch wird ihnen geholfen, die zum Arbeitsmarkt entstandene Distanz zu überwinden.

Gefördert werden pro Vorhaben maximal 20.000 Euro der förderfähigen Ausgaben. Für die Förderung werden thematische Schwerpunkte festgelegt.

Die Beratung und Antragstellung erfolgt bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB):

Marginalspalte


ESF EU

Schwerpunkt Integration

Informationen und Beratung zur ESF-Förderung:

Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB) - Servicecenter ESF

Kontakt Öffentlichkeitsarbeit ESF

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr; Öffentlichkeitsarbeit ESF

Sibylle Lehmann

© Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr