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Mikrodarlehen! Das passt!

Der Plan steht. Sie wollen loslegen. Ein kleines Unternehmen gründen oder festigen. Als Freiberufler selbständig sein. Etwas Eigenes aufbauen, selbstbestimmt arbeiten und davon leben können. Jetzt stehen die ersten Anschaffungen an oder Sie planen, Ihr laufendes Geschäft zu erweitern?

Dann ist dieses Förderangebot genau das Richtige:

Für einen soliden Start in die Selbständigkeit bietet der Freistaates Sachsen unterstützt durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) ein Mikrodarlehen von bis zu 20.000 EUR an.

Vorteile:

Antragsweg

Die Sächsische Aufbaubank–Förderbank (SAB) vergibt das Darlehen direkt ohne Hinzuziehen einer Hausbank.

Konditionen

  • Moderater Zins
  • Keine Sicherheiten
  • Bis sechs Jahren Laufzeit, tilgungsfreies Jahr – Darlehen bequem in monatlichen Raten zurückzahlbar
  • Eigenanteil 20 % – kann durch Eigenmittel, Sacheinlagen, Selbst- oder Nachbarhilfe eingebracht werden.

Service

Sie haben Fragen zum Mikrodarlehen oder anderen Förderangeboten für Existenzgründer? Lassen Sie sich beraten. Das Servicecenter und die Regionalbüros der SAB helfen Ihnen gern weiter.

Antrags- und Auszahlungsverfahren

Schreiben Sie auf, worin Ihre Geschäftsidee besteht und wie Sie diese umsetzen wollen.

Gehen Sie zu einer fachkundigen Stelle und legen Sie Ihr Konzept, den ausgefüllten Kreditantrag (vgl. nächsten Abschnitt) sowie eine Rentabilitätsvorschau für die nächsten drei Jahre vor. Fachkundige Stellen sind die örtliche Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer oder der Fachverband der Branche, in der Sie gründen wollen. Diese kennen den Markt vor Ort, bewerten das Konzept und beraten Sie entsprechend. Wird Ihr Gründungsvorhaben positiv eingeschätzt, können Sie einen Kreditantrag bei der SAB stellen

Die Kreditanträge unterscheiden sich nach Regionen, da das Mikrodarlehen teilweise aus europäischen Mitteln mitfinanziert wird.

Schicken Sie den ausgefüllten Kreditantrag mit allen Unterlagen und der positiven Bewertung der fachkundigen Stelle vor Beginn Ihres Vorhabens an die SAB. Ihr Vorhaben beginnt, wenn Sie die erste finanziell bindende Verpflichtung eingehen, z.B. durch Abschluss von Verträgen (Mietvertrag, Verträge mit Lieferanten etc.).

Die SAB entscheidet über den Kreditantrag. Erhalten Sie ein Darlehensangebot und nehmen es an, kommt ein Darlehensvertrag zustande. Die Darlehensmittel können  ab diesem Zeitpunkt innerhalb von sechs Wochen bei der SAB abgerufen werden. Nach Auszahlung des Darlehens haben Sie zwölf Monate Zeit, die Mittel für Ihr Vorhaben einzusetzen.

Sobald Sie das Darlehensangebot erhalten haben, kann das Vorhaben begonnen werden.
Die SAB kann auf Antrag einen vorzeitigen Beginn zulassen.

Auf dem Online-Portal der SAB finden Sie alle notwendigen wichtigen 

Fragen und Antworten

Existenzgründer oder junge Kleinstunternehmen (Festiger) können das Mikrodarlehen bis fünf Jahre nach Geschäftsaufnahme beantragen.

Nach der Definition der Europäischen Union ist jede Einheit, die wirtschaftlich tätig wird, ein Unternehmen, unabhängig von der Rechtsform oder Art der Finanzierung. Wirtschaftlich tätig ist, wer Güter oder Dienstleistungen auf einem bestimmten Markt anbietet. Wer sich als Freiberufler oder Gewebetreibender selbständig macht, wird demnach unternehmerisch tätig. Das trifft z.B. auch auf Kreative und Kulturschaffende zu, die ohne Festanstellung ihre Leistung dauerhaft selbständig anbieten.

Kleinstunternehmen sind Unternehmen, die weniger als 10 Personen beschäftigen und deren Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz 2 Mio. EUR nicht überschreiten.

Ob Kreativer, Handwerker, Gastwirt, Einzelhändler, Dienstleister, das Förderangebot ist mit wenigen Ausnahmen für alle Branchen zugänglich.

Das Mikrodarlehen wird für die Aufnahme einer selbständigen wirtschaftlichen Tätigkeit oder Festigung der bereits begonnen Selbständigkeit zur Verfügung gestellt. Finanzierungsanlässe können sein:

  • die erstmalige Aufnahme einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit,
  • eine erneute Existenzgründung (»Zweite Chance«)
  • die Übernahme eines Betriebes
  • der Anteilserwerb von mehr als 25 % an einem Unternehmen (tätige Beteiligung)
  • die Festigung oder der Ausbau der Selbständigkeit.

Für Festigungs- und Erweiterungsvorhaben ist die Aufnahme eines zweiten Mikrodarlehens bis fünf Jahre nach der Gründung möglich, wenn der Kapitaldienst (Zins und Tilgung) mindestens ein Jahr störungsfrei erbracht wurde.

Mit dem Mikrodarlehen lassen sich folgende Ausgaben finanzieren:

a) Betrieblich bedingte Investitionen
Der Begriff umfasst Kosten der Anschaffung oder Herstellung von Wirtschaftsgütern.
Das können zum Beispiel Ausgaben sein für den Kauf von Maschinen, Werkzeugen, der Erstausstattung eines Büros, Ateliers, einer Werkstatt, eines PCs, eines Autos zur betrieblichen Nutzung oder für Baukosten.

b) Betriebsmittel
Das sind laufende Kosten für Miete, Pacht, Personalkosten, Marketing, Reisekosten, Kosten für das Auffüllen des Lagers usw. sowie alle Anschaffungen mit einem Wert bis 800 Euro (geringwertige Wirtschaftsgüter).

  • Das Mikrodarlehen wird angeboten, damit Sie sich einen Geschäftsbetrieb in dem Umfang und der Qualität aufbauen können, der Ihnen langfristig den Lebensunterhalt sichert. Vorausgesetzt wird also, dass die Existenzgründung als Haupterwerb und auf Dauer angelegt ist. Aus Ihrem Unternehmenskonzept muss sich ergeben, dass Sie dieses Ziel anstreben.
  • Sie müssen Ihr Vorhaben in Sachsen durchführen.
  • Wenn Sie sich dafür entscheiden, beruflich selbständig zu sein, sollten Sie alle Register ziehen, damit das dauerhaft gelingt. Dazu gehört eine gute Portion unternehmerisches Know-how und Geschick. Haben Sie hier Nachholbedarf, bietet sich ein Existenzgründerseminar an oder die Gründung im Team. Bei Beantragung des Darlehens werden Sie gebeten nachzuweisen, dass Sie bzw. das Gründerteam durch Ausbildung oder beruflichen Werdegang über fachliche Kenntnisse und die Fähigkeit verfügen, ein Unternehmen zu führen, z.B. durch die Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss eines Qualifizierungs- oder Existenzgründungsseminars, einer vergleichbaren oder höherwertigen Ausbildung.
  • Die fachkundige Stelle muss Ihr Unternehmenskonzept positiv bewerten bzw. befürworten.

Eine Übersicht über die einzureichenden Unterlagen finden Sie auf der Website der SAB.

Zusammen mit dem Darlehensantrag sind u.a. einzureichen

Anhand dieser Unterlagen macht sich die SAB ein Bild, ob Ihre Geschäftsidee wirtschaftlich tragfähig erscheint, also die erwarteten Einnahmen aus Ihrer Geschäftstätigkeit die betrieblichen Kosten und Ihren Lebensunterhalt decken werden.

Wer bereits einem Nebenerwerb nachgeht, kann das Mikrodarlehen nutzen, um diese Tätigkeit zu einem Haupterwerb auszubauen. Ein dauerhaft als Nebenerwerb angelegtes Vorhaben oder die Finanzierung befristeter Projekte sind nicht förderfähig.

Eine Förderung ist nicht möglich für:

  • Kosten für Beratung
  • Umschuldung, Nachfinanzierung
  • Handelsvertreter und Vertriebsbeauftragte
  • Autohäuser, Auto- sowie Autoteilehandel
  • Tankstellen,
  • Hausmeisterservice
  • Vorhaben einiger Branchen, die aufgrund europarechtlicher Regelungen ausgeschlossen sind
  • Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist,
  • Antragsteller, die eine eidesstattliche Versicherung bzw. Vermögensauskunft abgegeben haben.
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