1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Zukunftsfähige Energieversorgung (Energieeffizienz in KMU)

Hefeknödel klimafreundlich produzieren

Ein hoher Energieverbrauch kann in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu hohen Kosten und Treibhausgasemissionen führen. CO2-Verringerung im Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen ist eines der Ziele der Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Sachsen in den Jahren 2014 bis 2020. Die LAWA GmbH setzte im Jahr 2015 mit ihrem Förderantrag zum Einsatz von Mikrogasturbinen erfolgreich auf Klimaschutz und Emissionsreduktion. Bewilligt wurde die Förderung mit einer Gesamtinvestitionssumme von 440.200 Euro.

Effiziente Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung

Ludwig Walter, Geschäftsführer des Herstellers von Knödeln, Klößen und Backteigen in Olbernhau, erklärt die Beweggründe für den Förderantrag: »Unser Unternehmen expandiert seit 1992, und wir benötigen große Mengen an Wärme und Kälte für unsere Produktionsprozesse«. Um den Energieverbrauch zu senken, bot sich die Installation einer Mikrogasturbine in Verbindung mit einer Absorptionskältemaschine an. Mikrogasturbinen dienen der dezentralen Energieversorgung und erzeugen Strom und Wärme. Die durch die eingesetzte Mikrogasturbine erzeugte Wärme kann als Antriebsenergie für die Absorptionskältemaschine genutzt werden. Dadurch wird ganzjährig eine stetige Klimatisierung ermöglicht.

»Ein lohnenswerter Aufwand«

Nachdem die Zuwendung im Oktober 2015 ausgezahlt wurde, konnte der Betrieb mit den klimaschonenden Anlagen direkt aufgenommen werden. »Die Arbeiten zum Anschließen an die Lüftungsanlagen sind abgeschlossen. Nun können wir mit den neuen Anlagen ans Netz gehen. Die Eigenstromerzeugung über die Mikrogasturbine erfolgt bereits«, konstatiert Ludwig Walter. Mit dem Verwaltungsprozess bei der EFRE-Förderung zeigt er sich sehr zufrieden: »Wenn man weiß, wie die Anträge funktionieren, hält sich der bürokratische Aufwand für die Betriebe im Rahmen. Für uns war der Förderantrag ein verwaltbarer und lohnenswerter Aufwand«. Das Unternehmen spart mit den neuen Anlagen künftig knapp 400 Tonnen CO2-Emissionen ein. Dadurch erfüllt das Projekt den Förderschwerpunkt zur »Verringerung der CO2-Emissionen im Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen« des Operationellen Programms des EFRE im Freistaat Sachsen in der Förderperiode 2014 bis 2020.

Marginalspalte


218-efre-collage

Information, Beratung und Antragstellung

Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB)

© Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr